Aus Überzeugung gut

01.07.2019

Auch in diesem Jahr veranstaltete die Kick Consulting GmbH wieder ihr sommerliches Hoffest. Bereits zum vierten Mal verbanden sich Spaß an der Wissensvermittlung, hohe Fachkompetenz und echte Gastfreundschaft zu einem besonderen Event – ein Erlebnisbericht.

Es ist kurz nach eins an diesem sonnigen 13. Juni. Noch eineinhalb Stunden, bis die ersten Gäste eintreffen. Während das Catering-Team der „Foodamentalists“ letzte Gläser aufstellt und die lecker aussehenden Törtchen für den Nachmittagskaffee herrichtet, zieht über den Innenhof in der Kärntener Straße 20 bereits leichter Grillduft – das Fingerfood für den Abend wird vorbereitet.

Das Neueste aus dem KICK.LAB
Im Inneren der Remise des Eventpartners GILKA haben sich die Netzwerkpartner von KICK zurückgezogen und gehen gemeinsam ihre Vorträge für die Kundenworkshops durch. Letzte Schaubilder werden ergänzt, Stelltafeln gerückt. Am Rande nimmt sich Geschäftsführer Andreas Engelsberger Zeit, um den Rahmen für die heutige Veranstaltung zu erklären: „Wir wollen heute wieder die Gelegenheit nutzen und neue Produkte vorstellen“, sagt der Gesellschafter. „Sie sind größtenteils aus unserem dreitägigen KICK.LAB in diesem Februar hervorgegangen [s. News v. 5.3.19]. Die vielversprechendsten stellen wir unseren Kundinnen und Kunden vor, holen uns hier auch wichtiges Feedback.“ Er selbst widmet sich dieses Mal vor allem dem hybriden Projektmanagement und wird dazu später neue Tools im Workshop präsentieren.

Zuvor geht es für ihn wie für alle anderen Partnerinnen und Partner noch zur „Fahrerlagerbesprechung“, wie es bei KICK heißt. Gemeinsam gehen alle noch einmal die Gästeliste durch, besprechen Abläufe und Timings. Die Stimmung ist ausgelassen, alle freuen sich auf die Kundenwerkstatt am Nachmittag und auf den Austausch in geselliger Runde am Abend.

Sonnige Aussichten
Kurz nach halb drei füllt sich der Hof in der Kärntener Straße allmählich. Noch immer ist Kaiserwetter und das große Regensegel vor der Remise ist heute ausschließlich dazu da, um Schatten zu spenden. „Wir haben Glück, heute zur Abwechslung einmal keine Gewittervorhersage“, freut sich Annica Lehmann, die für die Organisation des Hoffestes verantwortlich ist. Schon begrüßt sie wieder Gäste, einige haben gleich ein oder zwei Kolleginnen oder Kollegen mitgebracht. Manche kennen sich untereinander schon von den letzten Jahren.

Gegen 15 Uhr heißt Jan Mees die Gäste in der Remise ganz offiziell willkommen. Bei seiner Einführung erwähnt er, dass KICK als Netzwerk bereits seit 20 Jahren besteht. Angesichts der aktuell durchschnittlichen zwölf Jahre Lebenszeit von Unternehmen sei das doch ein schöner Erfolg – was die Gäste mit spontanem Applaus quittieren. Eine weitere gute Nachricht: KICK hat nun auch in Stuttgart ein Büro, um dortige Kunden besser betreuen zu können – und auch, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu verbessern.

Wirtschaft im Umbruch
Nach einer Vorstellungsrunde aller Anwesenden – mit nationalen und internationalen Kunden aus Produktion, Dienstleistung und öffentlichem Dienst – skizziert Jan Mees die Ausgangssituation und aktuelle Lage der Wirtschaft. Für ihn liegt ein klarer Fokus auf dem sich verschärfenden demografischen Wandel und auf dem Werben um Fachkräfte, aber auch weiterhin auf der Digitalisierung. „Für viele Unternehmen steht die eigene Kultur auf dem Prüfstand, um im Werben um den Nachwuchs attraktiv zu sein und zu bleiben“, so der Berliner Gesellschafter. Oft werde heute an KICK der Wunsch herangetragen, das Mindset im Unternehmen zu verändern und unter Führungskräften mehr Aufgeschlossenheit für Neues zu bewirken. In den Firmen sind aktuell vor allem die Bereiche IT und Personal sehr gefordert; sie sehen sich hohen Erwartungen ausgesetzt, die sie nicht immer erfüllen können. Und dann gewinnt als Querschnittsthema die Reduzierung der Umweltbelastungen immer mehr an Bedeutung; viele Unternehmen starten breit angelegte Initiativen zur Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks.
Zudem erhöhen sich die Themenvielfalt und der Druck auf Beschäftigte. Doch diese sind oft bereits mit ihrer Alltagsarbeit voll ausgelastet. Beraterinnen und Berater von Unternehmen müssen darauf reagieren. Ein probater Weg in Führungskreisen: Ruhe und gezielte Reflektion. Achtsamkeit wird zum logischen Gegenpol zu immer weiter steigenden Anforderungen.
Mit vier Workshops will KICK neue Unternehmenskulturen und Arbeitsformen aufgreifen – mehr Effizienz, mehr Spaß und auch mehr Involvement. Damit schlägt Gesellschafter Jan Mees eine Brücke zu den vier Informationsangeboten des heutigen Nachmittags. 

Workshop 1: Die KICK-Landkarte für agile Organisationsentwicklung
Was macht ein Unternehmen ganz am Anfang, bevor es erste Schritte in Richtung Agilität geht, oder wenn erste Maßnahmen bereits durchgeführt wurden und es nun gilt, die nächsten Schritte zu planen? Wie bekommen die Verantwortlichen in dieser Situation Orientierung? Mit der neu entwickelten Kick-Landkarte, die an das Trafo-Modell von Andre-Häusling angelehnt ist, visualisiert KICK Themenfelder und Wege. Diese helfen Organisationen dabei, den eigenen Bedarf bzw. Handlungsschwerpunkte zu erkennen, um in einem unsicheren, sich verändernden und dynamischen Umfeld flexibel, anpassungsfähig und schnell agieren zu können.
Ausgangspunkt auf der Landkarte ist die eigene „Identität“. Diese ist auf der KICK-Landkarte umgeben von weiteren sechs Dimensionen, die ein Unternehmen ausmachen: „Strategie“, „Struktur“, „Prozesse“, „Führung & Zusammenarbeit“, „HR“ sowie „Kultur“. Jede Dimension verkörpert eine Metapher. So ist die Dimension „Führung & Zusammenarbeit“ zum Beispiel eine Bergwanderung oder „HR“ eine Gärtnerei. Kleine visualisierte Szenen spiegeln typische Handlungsfelder in den Dimensionen wider. Diese Bilder ermöglichen nicht nur ein „raus aus dem Kopf“ und „rein in den Bauch“, sondern es werden auch sehr schnell die Zusammenhänge sichtbar.
Systematisch hilft KICK den Teams dabei, von der ersten Orientierung über die Analyse hin zu einer Beschreibung der Ist- und Soll-Situation zu finden. Daraus leitet sich das Ziel des Tools ab: Veränderungsbedarf klar zu definieren und erste Veränderungsvorhaben zu starten.
Werfen Sie einen Blick auf die Landkarte.

Workshop 2: Agiles Prozessmanagement
Nicht nur Software lässt sich agil entwickeln, sondern auch Prozesse. Besonders spannend wird es, wenn große Unternehmen ihre gesamten Entwicklungsprozesse agil reorganisieren, etwa um internationalen Standards zu genügen und entsprechende Auditierungen erfolgreich zu bestehen. Hier hilft KICK – und zeigt in diesem Workshop, wie ein bereits bewährtes Konzept hierfür aussieht, das sich aus Elementen des agilen Projektmanagements und des Change Managements speist.
Agile Bestandteile sind unter anderem die Initiierung sowie ein Implementierungsteam, ein Product Backlog, daraus resultierende Sprint Backlogs, diverse Sprints mit lauffähigen Prozessen am Ende sowie ein KANBAN-Board für bestmögliche Transparenz der Arbeitsphasen. Herauszuarbeiten sind vorab auch benötigte Kapazitäten und Rollen. In diesem Fall übernimmt der Kunde unter anderem den Product Owner und den Experten für Auditierung, während KICK etwa den Agile Coach und den Berater für das Change Management stellt.
Das Besondere: Nach jedem Sprint gibt es eine Anzahl von Prozessen, die optimiert worden sind. Es liegen aber nicht nur neue Prozessbeschreibungen vor, sondern die betroffenen Mitarbeiter sind auch informiert und geschult. Die Führungskräfte wissen, was sie zu tun haben, um die Prozesse ab morgen anzuwenden. Die Implementierung ist nicht nur mitgedacht, sondern am Ende eines Sprints zu großen Teilen bereits erledigt. Das ergibt eine beachtliche Beschleunigung.
Es gab für das Beispielprojekt eine Reihe von Faktoren, die über den Erfolg entschieden haben. Unabdingbar sind neben anderem fest reservierte Zeitblöcke (z. B. zwei Tage im 14-Tage-Intervall), an denen die teilnehmenden Führungskräfte und Experten sich ausschließlich und durchgehend anwesend den Sprints widmen. In dieser Zeit werden sie von ihren Kollegen entlastet und von anderen Tätigkeiten entbunden. Doch auch ein ständig verfügbarer Arbeitsraum, externe Moderation, hohes Commitment auf Führungsebene und ein unterstützender Sponsor tragen zum Gelingen bei.
Mehr dazu finden Sie hier.

Workshop 3: Hybrides Projektmanagement
Die Komplexität von und das Tempo in Projekten haben zugenommen. Nicht immer funktionieren nur agile Ansätze. Im Gegenteil, mitunter benötigen auch agile Unternehmen klassische Elemente, um zum Beispiel die Kunden aus der Produktion besser verstehen zu können. KICK hat sich schon sehr früh mit hybriden Zwischenformen in Organisationen beschäftigt, die immer dann zur Anwendung kommen, wenn planbasierte und moderne Vorgehensweisen für ein Optimum zu kombinieren sind. Die Herausforderungen sind groß. Denn es geht für Verantwortliche darum, den klassischen und den agilen Werkzeugkasten parat zu haben, auf Schwierigkeiten und Widerstände vorbereitet zu sein und immer wieder im Einzelfall zu entscheiden, welche Werkzeuge jeweils geeignet sind. Weil das Wissen um hybride Kombinationen die Kommunikation in der Regel verbessert, beim Brückenbauen zwischen Ansätzen und Methoden hilft und punktgenaue Erfolge ermöglicht, lohnt auch der Aufwand von Qualifizierungen. KICK macht dazu in der Kundenwerkstatt gleich drei Angebote:

  • Startup-Workshop, 2-3 Tage, mit Beratung und Moderation durch KICK: Projektmanager oder andere Projektbeteiligte entwickeln hybriden Fahrplan und die Organisation für ihr Projekt. Dazu sind Vor- und Nachbereitungsphasen vorgesehen, um u. a. die Führungskräfte abzuholen und den Transfer in den Alltag abzusichern. 
  • Qualifizierung „The best fit for your project“, 3 Tage, 6-12 TN Projektmanager erhalten einen Überblick über Unterschiede und Ähnlichkeiten der Werkzeuge, lernen zu verstehen, welche Kombinationen sinnvoll sind – und implementieren einen passenden hybriden Ansatz bzw. passen diesen an. 
  • Integrative Ausbildung zum hybriden PM-Coach, 6-12 Monate, 6-12 TN Mittels Präsenzphasen und der Lernplattform Edubreak folgen die TN berufsbegleitend einem individualisiertem Lernplan (ihren Vorkenntnissen entsprechend), erhalten ein tiefgehendes Verständnis hybrider Einsatzmöglichkeiten und eine hohe Anwendungskompetenz. 

Weitere Infos klicken Sie hier: Hybridem Projektmanagement und Hybrid Coach 

Workshop 4: Durchstarten mit dem Change-Booster
Statt über Jahre Hunderttausende Euro ins Change Management investieren zu können, steht in vielen Unternehmen erfahrungsgemäß ein viel geringeres Budget für Veränderungsprozesse zur Verfügung. Trotzdem sind neue Wege mach- und gangbar, sagen die Beraterinnen und Berater von KICK. Für den Change-Booster sind ihrer Berechnung nach lediglich 33 genau kalkulierte Beratertage nötig – rein rechnerisch ergibt sich ein Betrag im unteren fünfstelligen Bereich. Auch mit schmalerem Geldbeutel können Teams oder Organisationen demnach das Maximum an Veränderung herausholen.
Ganz konkret helfen je zwei Beratungsprofis von KICK – für eine/n allein wäre der Aufwand nur schwer zu stemmen. Bis zu zwölf Führungskräfte können teilnehmen. Auch wenn der Wirtschaftlichkeitsansatz im Vordergrund steht, lassen sich immerhin vier wesentliche Veränderungsvorhaben priorisieren und gemeinsam angehen. Die gemeinsamen Schritte reichen von der Risikoanalyse, der Projektauswahl und Rollenverteilung – je ein Sponsor, ein Projektmanager und ein Change-Manager bilden eines von vier Veränderungsteams – bis zur konkreten Durchführung und Verzahnung von Maßnahmen. Coaching bzw. Beratung gibt es gleich in mehreren Formen, sowohl in Gruppenphasen mit einzelnen Teams, mit der Gesamtgruppe, aber auch in Einzelgesprächen.
Hier ein Blick auf den Change Booster Stand. 

Qual der Wahl
Nach der Vorstellung der Themen besuchen die Gäste nun zwei der vier jeweils 45-minütigen Workshops. Vielfach stellen sich im Folgenden bei der Präsentation der Tools Fragen für das eigene Unternehmen. In jeder der Werkstätten gibt es interessierte Nachfragen und auch fachlichen Austausch der Teilnehmer untereinander. Dieser setzt sich, wie sich später zeigen wird, in einigen Fällen sehr engagiert, noch in den kommenden Stunden fort.
Inzwischen ist es früher Abend in Schöneberg. Viele kleine Gruppen sind nach der Workshop-Phase im Gespräch, fachsimpeln und genießen die angenehme Atmosphäre. Das Cateringteam versorgt alle Gäste mit dem Flying Buffet und bringt Getränke vorbei. Drei Kollegen eines großen Versicherungsdienstleisters, die offenbar an unterschiedlichen Workshops teilgenommen haben, diskutieren vor einer Stellwand Aspekte der KICK-Landkarte. Ein anderer Teilnehmer bringt die Stimmung auf den Punkt: „Ich dachte, es wird heute bloß ,ganz nett’“, beschreibt Axel von Maydell, Managing Director der morgen Studios, ein Unternehmen für Computerspiele- und -filmeentwicklung, seine Eindrücke. Auch ihn haben die Workshop-Themen angesprochen. „Ich bin erstaunt, wie gut sich so etwas wie Scrum auf andere Branchen übertragen lässt“, schildert er seine Eindrücke. „Die digitale Szene hatte mit agilen Prinzipien ja den Anfang gemacht. Aber inzwischen habe ich fast den Eindruck, dass wir längst wieder etwas dazulernen könnten – etwa in puncto hybrides Projektmanagement.“

Viele hier sind inzwischen beim „Du“, sitzen in der Abendsonne und nehmen sich von dem leckeren Dessert, dass die Foodamentalisten reichen. Jan Mees sieht zufrieden und entspannt aus. Auf die Frage nach seinem persönlichen Rezept für das gelungene Kundenevent muss er nicht lange überlegen: „Ich glaube, die Leute merken schnell, dass wir das, was wir erzählen, auch selbst leben. Überzeugungskraft und Vertrauen kommen dann ganz von allein.“ Er blinzelt in die Abendsonne und freut sich, dass Besucherinnen und Besucher branchenübergreifend angeregt ins Gespräch kommen und über die Themen der Workshops fachsimpeln. Niemand schaut auf die Uhr. An diesem sonnigen 13. Juni wird es für einige Gäste sicher noch etwas länger gehen. 

Für alle, die es dieses Jahr nicht geschafft haben oder sich schon auf das nächste Mal freuen wollen: Das fünfte Berliner Hoffest bei KICK findet am 18. Juni 2020 statt.

Zur diesjährigen Kundenwerkstatt bei KICK in Nürnberg begrüßt das Team alle Gäste am Donnerstag, den 18. Juli 2019, um 16.30 Uhr im Gartenloft in der Diltheystraße 20.

Haben Sie noch Fragen oder bereits Anfragen zu den neuen KICK-Produkten? Wenden Sie sich an die folgenden Gesellschafterinnen und Gesellschafter:

KICK-Landkarte: corinna.claussen@kick-consulting.com
Agiles Prozessmanagement: jan.mees@kick-consulting.com
Hybrides Projektmanagement: andreas.engelsberger@kick-consulting.com
Change-Booster: hein-peter.landvogt@kick-consulting.com